Für Milch sterben Kälber Aufkleber von Fjodor

Vor ein paar Tagen hat eine Freundin auf Facebook die Seite von Fjodor mit seinen “Für Milch sterben Kälber” Aufklebern geteilt.für milch sterben kälber aufkleber

Ich fand das Motiv und die Umsetzung augenblicklich super, habe mir die Aufkleber nach Hause bestellt und Fjodor gefragt, ob ich ihm ein paar Fragen stellen darf. Das durfte ich. Here you go.

Danke Fjodor, dass Du Dir kurz Zeit nimmst, ein paar Fragen zu beantworten. Als ich die Aufkleber gesehen hab, war ich gleich angetan von ihnen. Die Figur erinnert an Heidi aus der gleichnamigen Kinderserie. Absicht oder Zufall? Was hat es damit auf sich?

Ja, es ist Absicht. Heidi repräsentiert in diesem Bild viele Kinder, die mit idyllischen Bauernhof-Bilderbüchern, Zeichentrickfilmen und Milchwerbung aufwachsen. So kitschig diese Figur im Film erscheinen mag, so besitzt sie doch einen echten Sinn für Gerechtigkeit und ein inniges Verhältnis zu den Tieren. Wie die meisten Kinder und Erwachsene, übrigens. Ich habe versucht mir vorzustellen, wie entsetzt Heidi sein sollte, wenn sie über die Realität der Massentierhaltung erfährt und erkennt, dass sie betrogen wurde. “Für Mi(l)ch sterben Kälber”. Wenn sie erkennt, dass sie selbst dafür instrumentalisiert und missbraucht wurde, um in all den Bauernhof-Geschichten und Milch-Werbespots die Ausbeutung und das Töten von Tieren zu kaschieren, zu rechtfertigen, aufrechtzuerhalten. Diesen Augenblick des Entsetzens und der Enttäuschung versucht mein Bild festzuhalten. 

Wann und wie entstand bei Dir die Idee für die Aufkleber und welche Wirkung würdest Du gerne erzielen?

Wenn du anfängst vegan zu leben und dir die ganzen Videos, Artikeln und Bücher über die Massentierhaltung und über den Karnismus reinziehst, da tut sich dir ein Abgrund an Leid auf. Meine Unfähigkeit, dieses Leid zu stoppen und meine Wut darüber haben mich gequält. Vielen wird wohl ähnlich ergangen sein. Ich suchte nach einem Weg, diese Ohnmacht in Macht umzuwandeln. So kam ich zur street art. Auch weil ich das Thema Tierrechte darin vermisst habe. 
Die Idee zum Aufkleber entstand dann ziemlich bald darauf aus der Frage “Wie erreiche ich mehr Menschen”. Zuerst hatte ich eine Do-It-Yourself-Anleitung für das Heidi-Stencil vorbereitet und stellte sie online, damit jede(r) es selbst sprayen kann. Aber das erschien den meisten Menschen, die das Motiv gut fanden zu kompliziert. 
Die Sticker waren da die Lösung. 

Wo sollen die Aufkleber hingeklebt werden? Was ist der ungewöhnlichste Ort, wo Du bisher einen Aufkleber von Dir entdeckt hast?

Aufkleber können Aufklärung ohne viel Aufwand, aber mit großer Reichweite bedeuten. An einem Ampelmast sehen deine Message Hunderte Menschen pro Tag. Auch an Mülleimern da draussen, an schwarzen Brettern, an Fahrradbügeln – sprich an allen Orten, wo mensch kurz anhält werden sie gelesen.
Auf die ungewöhnlichste Platzierung warte ich noch. Ich lass mich überraschen.

Planst du weitere Aufkleber oder andere Materialien wie T-Shirts oder Jutebeutel zu entwerfen? Nutzt Du noch andere Aktionsformen?

Im Moment bin ich mit weiteren Schablonenbilder für die Straße beschäftigt. 

Ist vegan leben für Dich eine politische Entscheidung?

Eine Entscheidung, die du mehrmals pro Tag triffst und von der das Leben von Tieren, die globale Klimaveränderung und der Welthunger abhängen ist per Definition politisch. 
Nicht weniger wichtig ist mir da die persönliche Integrität. Wikipedia definiert diese als möglichst weitgehende Übereinstimmung zwischen den eigenen Werten und der tatsächlichen Lebenspraxis. Eine gute Sache.
Jetzt heißt es fleißig beim Spazierengehen oder Fahrradfahren die Aufkleber verkleben.
Die Aufkleber können über die Mailadresse fjodorqv@gmail.com bestellt werden. Bis zu 20 Stück für 3€, bis zu 200 Stück für 10€. (Inklusive Lieferung). Bezhalt wird via paypal an die selbe Mailadresse.
Wie gefallen Dir die Aufkleber?
Auf der Facebookseite von Fjodor findest Du übrigens auch ein DIY Stencil für das Motiv.

Last week #32

Letzte Woche lag ich komplett mit einem grippalen Infekt flach. Puuh, jetzt geht es wieder bergauf. Ich hoffe, die Krankheitsphase in diesem Winter hat ein Ende. Ein paar Links haben sich dennoch angesammelt.

links der woche

Und allergrößtes Hightlight: Das neue Album von Skylar Kergil

Last week #31

Ahh, what a crazy week. Könnte gerade alles besser laufen. Mein Laptop funktioniert mal wieder nur phasenweise, weshalb ich erst jetzt meine Links der letzten Woche teilen kann.

links der woche

Und dieses Video: Draw My Life | A Pig in Today’s World

Welche Artikel findet ihr teilenswert?

P.S.: Brauchst du noch einen Kalender für dieses Jahr? Schau doch mal in meinem letzten Blogpost vorbei. Es gibt einen Direct Action Kalender zu gewinnen.

Kalender 2015 + Gewinnspiel

Yeah. Mit dem Wochenrückblick #30 habe ich mich schon kurz zurückgemeldet, möchte diesen Post aber noch einmal nutzen, um zu sagen, dass Du ab jetzt wieder häufiger von mir lesen wirst, wenn Du magst.

Lange war es hier still. Warum, darüber will ich jetzt gar nicht viele Worte verlieren. Was zählt ist, dass ich das Bloggen wieder aufnehme. Viele Artikel stehen in den Startlöchern und warten nur darauf veröffentlich zu werden. Auch einige, die eigentlich schon letztes Jahr geschrieben waren. Manches werde ich noch abändern.

Ich weiß noch nicht, wie lange ich noch unter diesem Blognamen weiterschreiben werde, denn ich habe viele Ideen, für die ich mir einen anderen Namen als “Dach” wünschen würde, aber vorerst geht es hier weiter. Wenn es woanders unter einem anderen Namen weitergehen sollte, erfährst Du das natürlich auch hier.

Jetzt haben wir schon Februar. Wow. Ich blicke freudig auf das Jahr, was vor mir liegt. Ich freue mich auf die vielen noch unbekannten Erlebnisse und Erfahrungen, die ich machen werde.

Das letzte Jahr über hat mich der Mädchenkalender begleitet, in dem ich die meisten meiner Termine festgehalten habe und mir Notizen gemacht habe. Mitterweile gibt es zahlreiche Apps für to-do-Listen und Kalender, die mit dem Emailprogramm verknüpft sind, aber ich mag es, mir offline meine Notizen zu machen. Auf Papier. Mit Kugelschreiber. Oder mit bunten Stiften und Klebepunkten, die für verschiedene fixe Termine stehen. kalender 2015

Das Projekt Mädchenjahreskalender finde ich sehr unterstützenswert. Der Kalender wurde von sechs Schülerinnen ins Leben gerufen. Zusätzlich zu einem schönen Design gibt es DIY Tipps, verschiedene Essays zu aktuellen Themen sowie Vorstellungen von und Interviews mit Feministinnen. Der Kalender hat Din A5 Format und jede Woche bekommt eine Doppelseite. Unter dem Sonntag ist Platz für weitere to-dos und Notizen.

Super finde ich auch den Direct Action Kalender in Din A6 Format. Er kommt daher mit jeder Menge Tipps und Ideen für direkte Aktionen und Aktivismus, Erfahrungsberichte und Texten zu Atomkraft, Gender und Speziesismus.direct action kalender 1

Da ich nicht mehrere Kalender gleichzeitig führe, möchte ich den Direct Action Kalender gerne verlosen. Schreib dazu einfach bis zum 13. Feburuar 23.59 Uhr einen Kommentar, der Deine Mailadresse enthält.

direct action kalender 2

Außerdem habe ich noch einen Asta Kalender der TU Berlin hier, den ich nicht benutze. Den Kalender gebe ich gerne an die erste Person, die mir eine Email dazu schickt, weiter.

Weitere Kalender, die ich cool finde:

Welche Kalender benutzt Du? Schreibst Du wie ich auf Papier oder führst du Deinen Kalender digital?

Last week #30

Hallo hallo hallo, ich melde mich auch einer langen Blogpause zurück. Jetzt aber wirklich. Dafür möchte ich wieder die Last Week Posts aufnehmen. Die Artikel, die ich posten werde, werden in Zukunft nicht nur mit Veganismus zu tun haben, sondern auch mit Feminismus und Aktivismus, aber auch Lifestyle und Selbstentwicklung.

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15 Dinge, die den Sommer noch besser machen

Ich liebe den Sommer. Der Sommer ist und bleibt meine absolute Lieblingsjahreszeit. Gefolgt vom Frühling, mit Herbst kann ich gerade noch so leben, Winter müsste es in meiner Welt nicht geben. Neben jeder Menge Sonnenschein, luftiger Kleidung und Open Air Veranstaltungen sind die folgenden 15 Dinge für mich essentiell im Sommer und machen diesen noch schöner.15 dinge die den sommer schöner machen

  1. Wassermelone: Ob zum Frühstück, beim Picknick, im Salat, auf Spießchen oder als kühlender Smoothie, von Wassermelone kann ich gar nicht genug bekommen.
  2. Gurke: Gurke kann weit mehr als nur Gurkensalat. Im Sommer liebe ich lauwarme oder auch kalte Gurkensuppe, packe Gurke in grüne Smoothies oder gebe ein paar Scheiben Gurke in eine Karaffe mit Wasser und dekoriere damit außerdem den Rand vom Trinkglas. Oder ich mixe Gurke mit Wasser und siebe die Flüssigkeit durch ein feines Wäschesieb.
  3. DIY Seasalt Spray: Seit einiger Zeit sind meine Haare schon von sich aus lockig, wenn ich sie an der Luft trocknen lasse. Um die Wellen noch etwas zu verstärken, gebe ich gerne Seasalt Spray nach dem Waschen ins handtuchtrockene Haar. Es gibt zahlreiche Seasalt Sprays fertig zu kaufen, bei so simplen Zutaten lässt es sicher aber auch ganz easy selbst herstellen.
    Für das Spray benötigst Du: Eine Sprühflasche (Meine Flasche ist von einem Gesichtswasser von Primavera.), warmes Wasser, 1 TL Meersalz, ein paar Tropfen Olivenöl, ein paar Tropfen Teebaumöl oder ein Duftöl Deiner Wahl. Das Meersalz im Wasser auflösen und in Sprühflasche geben. Anschließend die Öle zur Pflege (Achtung nur ein paar Tropfen) dazugeben und gut schütteln.
  4. Sonnenöl: Wenn ich mich länger draußen aufhalte, schütze ich meine Haut mit einem Sonnenöl von eco cosmetics, auf das ich durch Lena aufmerksam wurde.
  5. Rhababerschorle: Rhababerschorle ist meine Entdeckung des Jahres. Wie konnte ich nur vorher ohne diese leben. Am besten eisgekühlt genießen. Die Schorle von voekel gibt es im Bio Supermarkt.
  6. Kokosöl: Kokosöl verwende ich als Pflege für meine Haut. Gleichzeitig duftet die Haut zart nach Kokos. Kokosöl hat außerdem einen SPF von 4. Wenn ich nur kurz in der Sonne bin reicht das bei mir als Sonnenschutz völlig aus. Auch zur Haarpflege liebe ich Kokosöl und benutze es gerne zur Pflege der trockenen Spitzen.
  7. Pfefferminzseife: Die Pfefferminzseife von Dr. Bronner’s duftet nicht nur unheimlich frisch nach Minze, sondern hinterlässt auch einen kühlenden Effekt auf der Haut.
  8. Sonnenbrille: Ich habe ziemlich empfindliche Augen, deshalb ist meine Sonnenbrille immer mit dabei. Wichtig beim Sonnenbrillenkauf ist, dass die Gläser wirklichen Sonnenschutz garantieren und nicht einfach nur getönt sind und somit Sonnenschutz vorgaukeln.
  9. Nagellack: Auf meinen Fußnägeln trage ich momentan am liebsten Cherry Red (4) von benecos oder Juicy Love (178) von essence.
  10. Aloe Vera: Nach einem langen Tag draußen, versorge ich meine Haut im Gesicht und am Körper mit einer Extraportion Feuchtigkeit. Einfach ein Aloe Vera Blatt aufschneiden, das Gel rausdrücken und auf der Haut verteilen. Zieht schnell ein und hinterlässt super weiche Haut.
  11. Kokosparfum: Wenn ich schon keine Reise in tropische Gefilde mache, hole ich mir wenigstens etwas tropisches Feeling mit dem Duft von Kokos nach Hause. Das Parfum von Pacifica*, z.B. bei boutique vegan erhältlich, riecht nach einer himmlischen Verbindung von Kokos und Vanille, ist aber gleichzeitig nicht zu aufdringlich. Hilft bestimmt auch im Winter, um etwas Sommergefühl aufkommen zu lassen. Als Roll-on ist dieses Parfum auch besonders praktisch für unterwegs und bekommt somit einen Platz in meiner sonst ziemlich minimalistisch gepackten Kulturtasche.
  12. Jonglierbälle: Vor kurzem hat mir eine Bekannte beigebracht, zu jonglieren. Das wollte ich schon immer können. Es macht super Spaß, egal ob drinnen oder draußen. Mit ihren Übungen habe ich es innerhalb von 30 min gelernt und übe jetzt täglich fleißig, sodass ich hoffentlich bald auch ein paar Tricks beherrsche.
  13. Lush Big Shampoo: Wenn ich schon momentan nicht selbst am Meer bin, so hole ich mir das Meer zumindest unter die Dusche. Das Big Shampoo von Lush ist mein liebstes Shampoo. Ich könnte den ganzen Tag an meinen Haaren schnuppern. Es duftet nach Zitrone und Meer.
  14. Lush Seanik: Ebenso wie das Big Shampoo enthält Seanik Meersalz und außerdem Algen. Ich erfreue mich jedes Mal an dem quietsch türkis.
  15. Bücher: Wie immer lese ich mehrere Bücher gleichzeitig. Momentan: No Meat Athlete, Stand Up – Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene, Ask the passangers und Born to Run.sommer bücherstapel

Was sind Deine Must Haves im Sommer? Ich freue mich auf Dein Kommentar.

*Das Parfum wurde mir kosten- und bedingungslos von boutique vegan zum Testen zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.