Favoriten November | 2015

Ich möchte eine neue Kategorie einführen, monatliche Favoriten. Ich mag es mich mit Schönem zu umgeben und auf diese Weise den Monat Revue passieren zu lassen. Im November hat leider die Kälte und der Winter Einzug erhalten. Neben meinem neuen Job war dennoch genug Platz für Aktivismus und Konzerte. Sport kam definitiv zu kurz.

antillectual poster

1.Das Poster habe ich vom Antillectual und The Great Collapse Konzert mitgenommen und zurecht geschnitten. Es passte so hervorragend an meine Zimmerwand unter drei andere gerahmte Bilder, die ebenfalls in schwarzweiß gehalten sind. Für das Konzert steht auch der Aukleber oben rechts in der Ecke.

november favoriten2. Gelbe Fahrradklingel: Ich habe mein Mountainbike ein bisschen aufgehübscht. Bei tristem Winterwetter macht mir die gelbe Farbe der Klingel und meine zusätzliche DIY gelbe Lackierung gute Laune.

3. Farbe bringt auch der Nagellack. Als Winterhasserin muss es wenigstens sommerlich an meinen Füßen sein, die ja eigentlich wiederum fast nur in dicken Socken stecken. Aber was soll’s.

4. Ostsee: Dafür steht der schöne Stein. Das Meer liebe ich im Herbst/Winter auf eine besondere Weise. Das ganze Jahr hab ich es nicht ans Meer geschafft, aber im November habe ich einen Tag am Wochenende genutzt, um mit dem Fernbus von Berlin hin- und zurückzufahren. Praktisch, aber nächstes Mal möchte ich länger bleiben.

5. Hummus: Alltime Favorit, aber in letzter Zeit wieder besonders häufig gegessen. Eigentlich bin ich keine große Brotesserin, aber aufgrund der Einfachheit gibt es das jetzt wieder häufiger bei mir in der Mittagspause. Mit Hummus und Gurke. Jumm.

6. Sowohl beruflich als auch privat war ich in letzter Zeit viel unterwegs. Immer dabei ein super kompaktes festes Deo von Weltenbaum* Ich habe mehrere Duftrichtungen ausprobiert und Svea, nach Zitrusfrüchten riechend, ist mein Favorit. Der Inhalt der 10ml Tiegel ist super ergiebig und die Tiegel lassen sich nach dem Leeren auch gut weiter verwenden.
Inhaltsstoffe: Sheabutter Bio bzw. aus Wildsammlung, Kokosöl Bio, Natron, Zinkoxid, Vitamin E natürlich, natürliche ätherische Öle, Linalool*, Limonene* (*Bestandteil natürlicher äth. Öle)

7. Grüne Woche Demaskieren: Endlich geht die Planung für die Proteste 2016 weiter. Macht Spaß mit tollen Menschen etwas auf die Beine zu stellen und die Propaganda der Grünen Woche nicht unwidersprochen so stehen zu lassen. Wofür engagiert Ihr euch gerade?

8. Lesen: Ich habe wieder mehr Zeit zum Lesen gefunden. Sowohl für Romane, als auch für Zeitschriften und Sachbücher. Wenn ich nicht gerade Fahrrad fahre, nutze ich die Zeit in der U-Bahn. Ich musste dabei teils ziemlich aufpassen, dass ich nicht zu weit fahre und meine Station zum Aussteigen verpasse, so vertieft war ich in die Lektüre.

Was hat euch bisher im Herbst/Winter erheitert?

*Die Deocreme wurde mir kosten- und bedingungslos
zum Testen zur Verfügung gestellt.

Heldenmarkt Berlin 2013

Heute war ich auf dem Heldenmarkt im alten Postbahnhof in Berlin unterwegs. Es hat sich sowas von gelohnt: Ich habe tolle Unternehmen kennengelernt, konnte viele Leckereien probieren und das ein oder andere interessante Gespräch führen. Hier ein paar meiner Eindrücke in Form von einigen Fotos. (Leider mit schlechter Handykamera entstanden.)

Sea Sheperd
sea shepherd heldenmarkt 2013

avesu
avesu heldenmarkt 2013

Bei wheaty gab es eine Menge zu verkosten, das kenne ich schon von anderen Messen so, bei denen Wheaty vertreten ist. Ich liebe ja die Chorizo Wurst über alles. Und ich hatte die Gelegenheit, den Festtagsbraten zu probieren und ziehe nun in Erwägung, dass es den bei uns am 1. Weihnachtstag geben wird (, wenn mein Papa nicht lieber selbst einen Seitanbraten bastelt). Unten im Kühlschrank lagen die Dönerspieße. Hammer-Teile!
wheaty heldenmarkt 2013

Vevenga kannte ich zuvor noch nicht. Sie haben ihren Sitz in Berlin. Die Produkte gibt es unter anderem bei der LPG und bei basic. Ich mochte besonders das Orangendessert. Leider konnte ich die Burger nicht probieren, aber die werde ich definitiv demnächst einmal in einem LPG Supermarkt suchen.
vevenga heldenmark 2013

vevenga 3 heldenmarkt 2013

vevenga 2 heldenmarkt 2013

Beim oatly Stand gab es super Angebote. Zum Beispiel zwei Päckchen Hafercuisine für 1,50 Euro oder vier Päckchen für 2,50 Euro.
oatly heldenmarkt 2013

Beim Stand des veganz gab es unter anderem Softeis zu kaufen und vegane Stollen, Kekse, Käsecreme und Soyanda Frischkäse zum Probieren.
veganz heldenmartk 2013

veganer stollen veganz heldenmarkt 2013

Schokoladen von Pacari
pacari heldenmark 2013

Eine meiner Liebligssüßigkeiten, der Paradiso-Kofekt von Govinda, gab es ebenso zu probieren. Ein Traum ❤
govinda heldenmarkt 2013

Sehr interessant fand ich auch die Riegel der Firma Foodloose.
foodloose heldenmarkt 2013

Lovechock lovechock heldenmarkt 2013

Produkte aus Kokos von Kulau
kulau heldenmarkt 2013

Von Biotta gab es unheimlich leckere vegane Säfte. Der Mangosaft ist der Hammer.biotta heldenmarkt 2013

Bei Keimling gab es grüne Smoothies und Säfte zum Probieren.
keimling heldenmarkt 2013

Wohingegen es im Erdgeschoss kulinarisch einher ging, gab es im ersten Stockwerk unter anderem fair hergestellte Kleidung, Haushaltsgegenstände, Spielzeug, Möbel, Infos zu alternativen Finanzanlagen und Ökostromanbietern sowie die Tombola und den Vortragsraum zu entdecken.

Bei Picopoc hätte ich sehr gerne ein T-Shirt für meinen Bruder gekauft, allerdings gab es meinen Favorit mit diesem Motiv nicht mehr in der richtigen Größe.
picopoc heldenmarkt 2013

Wer die Kleidungsstücke von Lena Schokolade noch nicht kennt, sollte sich diese unbedingt einmal genauer anschauen. Viele Kleidungsstücke enthalten Texte zu Themen wie Überfischung, Kinderarbeit, Krieg, Atomkraft und Hunger, die zum Nachdenken anregen sollen.
lena schokolade heldenmarkt 2013

Bei Hirschkind gab es auch tolle bio und faire Kleidung. Die Fuchs-Tshirts von Thokk Thokk finde ich besonders toll, leider gab es dieses nicht in meiner gewünschten Farbe. hirschkind heldenmarkt 2013

thokk thokk heldenmarkt 2013

thokk thokk 2 heldenmarkt 2013

Schließlich wurde ich bei Nackedei Clothing fündig und kaufte ein T-Shirt als Geschenk für meinen Bruder.
nackedei heldenmarkt 2013

 Auch das Bekleidungssyndikat aus Hannover war vertreten.
bekleidungssyndikat heldenmarkt 2013

Upgecycelte Produkte von Recycling Deluxe
upcycling deluxe heldenmarkt 2013

Daneben gab es natürlich noch eine ganze Reihe weiterer AusstellerInnen, interessantklingende Vorträge, von denen ich allerdings keinen besucht habe und auch eine vegane Kochshow mit Björn Moschinski, die aber ebenso nicht mein Interesse geweckt hatte.

So gab es zum Beispiel auch einen Stand von Lunette. Dazu eine kleine Geschichte:
Ich weiß noch vor genau einem Jahr auf dem Heldenmarkt 2012 versuchten Mitarbeiterinnen von Lunette mir die Menstruationstasse schmackhaft zu machen. Ich habe damals aber schnell reißaus genommen. Damit wollte ich nichts zu tun haben und dachte, ich sei schon »öko« genug und konnte mir definitv nicht vorstellen solch ein Teil zu benutzen und »in mir« zu tragen.
Haha, mitterweile nutze ich meine Menstruationstasse seit mehreren Monaten und kann gar nicht verstehen, warum ich das nicht schon viel früher ausprobiert habe. Ich bin 100% überzeugt von Menstruationstassen.

Fazit
Alles in allem hatte ich einen schönen Nachmittag auf dem Heldenmarkt. Ich hatte den Eindruck, dass im Vergleich zum letzten Jahr noch mehr AusstellerInnen mit veganen Produkten vertreten waren, was mich sehr gefreut hat. Neben einigen der oben vorgestellten AusstellerInnen finden sich aber auch welche, die Käse, Fleisch und Produkte aus tierlichen Materialien wie Wolle präsentieren und damit einen auf nachhaltig machen.
Besonders toll fand ich auch die Reparaturecke im ersten Stock. Hier konnten BesucherInnen defekte Elektrogeräte mitbringen und versuchen zusammen mit ElektronikexpertInnen und TüfterInnen wieder zum Laufen zu bringen.
Kleiner Tipp: Es lassen sich sicherlich schon das ein oder andere Weihnachtsgeschenk auf dem Markt finden.

Meine Ausbeute des Tages sind das oben verlinkte T-Shirt von Nackedei Clothing, vier Päckchen Hafercuisine von Oatly und dieses geile Küchenmesser, das ich beim Stand von Bolle & Scheese erstand.
Authentic Blades Messer Heldenmarkt 2013Authentic Blades Messer 2 Heldenmarkt 2013

Es gibt doch nichts über ordentliche Küchenmesser.

Wo?
Postbahnhof
Straße der Pariser Kommune 8
10243 Berlin

Wann?
Wer heute nicht konnte, hat morgen, Sonntag  den 17. Novemver 2013, noch von 10:00 bis 18:00 Uhr die Gelegenheit für einen Besuch.

Wieviel?
Der Eintritt beträgt 7,00 EUR normal, 5,00 EUR ermäßigt.

Verrückte Erlebnisse unterwegs | Part 2

Hier kommt der zweite Teil eurer verrücktesten Erlebnisse unterwegs:

Mein verrücktestes Erlebnis unterwegs hat nichts mit meinem veganen Dasein zu tun (da klappt immer alles ganz reibungslos). 2011 war ich mit meinem Freund für ein paar Wochen auf Bali. Dort hatten wir das Glück, zwei einheimische junge Männern kennenzulernen, die unglaublich nett zu uns waren.
Sie haben an einem Tag einen Ausflug mit uns gemacht, den ich nie vergessen werde: jeder hatte ein Motorrad, mein Freund und ich saßen dann bei Bema und Dodo, so hießen sie, hinten drauf. Dann gings ab – wer schon mal in Asien war, weiß, dass Verkehrsregeln da nichts gelten. Ab durch die Mitte, in irrer Geschwindigkeit! Ich fands super, mein Freund war etwas grün im Gesicht hinterher 😉
Jedenfalls haben die beiden uns „ihr“ Bali gezeigt. Ihre Lieblingstempel, wir waren Affen füttern, waren an einem Wasserfall, sind essen gegangen und waren dann bei ihren Familien.
Bemas Neffe ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: er war damals 3 Monate alt und ein richtig dicker Klops. Dazu muss man sagen, dass auch Bema nicht die Statur des „gemeinen Balinesen“ hatte: er war bestimmt 1,85m und richtig breit. Normalerweise sind Balinesen eher zierlich. Sein Neffe hatte also auch schon die besten Voraussetzungen, ein breiter Mann zu werden. Und woran lag das? An Bananen! Bema und sein Neffe wurden einfach als richtig kleine Babys (3 Monate!) mit haufenweise Bananen gefüttert. Das hat sie groß und stark gemacht. Witzig oder? Ich konnte es kaum glauben, vor allem, wenn man sich vorstellt, was hier z.T. für ein Drama um Babyernährung gemacht wird. Menschen sind nicht so zerbrechlich, wie man immer meint…
Als wir uns von Bemas Familie verabschieden wollten, ist Bemas Vater kurz verschwunden und kam dann mit einem riesigen Thunfisch zurück, den er uns geschenkt hat (damals war ich noch Omni). Wir haben den Fisch dann mitgenommen und sind wieder in einem Heidentempo quer durch Bali zum Hotel gefahren. Bema und Dodo haben den Fisch dann zubereitet und uns in ihre Hütte eingeladen. Achtung, unvegane Aussage: das war der leckerste und frischeste Fisch, den ich je gegessen habe!
Wir waren dann aber so erledigt von dem Tag, dass wir wie Steine ins Bett gefallen sind.
Es war großartig und verrückt und ich denke total gerne daran zurück.

Das Verrückteste, was ich unterwegs erlebt habe, fand vor etwa einer Woche statt. Ich war mit meinem Verlobten in einem riesigen Einkaufszentrum und es war unglaublich warm. Da wir nur auf der Durchreise dort waren und ich nicht auf die Hitze vorbereitet war, hatte ich komplett lange Kleidung und geschlossene Schuhe an, war also völlig unpassend gekleidet. Nach zwei Stunden hatte ich genug und beschloss mir passendere Kleidung zu kaufen. Schuhe fand ich natürlich keine, weswegen ich meine Schuhe in ein Schließfach einschloss und ohne weiterlief. So war die Hitze schon wesentlich besser auszuhalten.
Als ich gerade vor einem Schaufester stand, kam ein kleines Mädchen auf mich zugelaufen und sah mich mit großen traurigen Augen an. Sie fragte mich höflich (und merkbar besorgt), warum ich denn keine Schuhe anhätte. Ich erklärte ihr, dass mir in meinen Schuhen zu warm war und ich sie ausgezogen hatte, weil mir meine Füße wehtaten, normalerweise würde ich aber Schuhe tragen. Sie wirkte sofort erleichtert und sagte: „Achso, dann ist ja gut. Weil, wenn jemand keine Schuhe anhat, weiß man ja nicht, ob es ihm vielleicht nicht so gut geht. Es hätte ja sein können, dass Sie nicht so viel Geld haben. Dann müsste man ja helfen.“ Berührt von ihrer Hilfsbereitschaft bedankte ich mich bei ihr und sie lief wieder weg.

Mein verrücktestes Erlebnis unterwegs war ein schweres Gewitter während wir am Strand von Norderney gezeltet haben. Es hörte sich an als würde das Meer gleich unser Zelt umspülen und das Gewitter und der Sturm haben mir dezent Angst gemacht,obwohl ich es sonst sehr mag, wenn Naturgewalten rumwettern. Aber das war dann doch etwas zu viel des Guten.*grusel*

Ein sehr verrücktes Erlebnis hatte ich Bournmouth an der englischen Südküste. Dort hab ich in einem kleinem Stadtpark, wo sehr viele graue Eichhörnchen leben, die schon an sich nicht grade scheu sind, plötzlich am Wegrand ein Eichhörnchen entdeckt, welches einen klassischen Cookie in den Händen hielt und einmal kräftig reinbiss. Das war auf jeden Fall ein Foto und einen großen Lacher wert.

Das wohl Verrückteste, das mir bisher unterwegs passiert ist, geschah während eines Urlaubes in England. Da wollten wir einfach ein wenig durch die Gegend wandern, nutzen nichts ahnend die ausgeschilderte Route und fanden uns plötzlich einer Kuhherde gegenüber. Tja, die Engländern finden halt nichts dabei, ihre Wanderwege über Koppeln zu führen. Später galoppierten uns auch noch zwei Pferde entgegen, aber beide Male waren sie dann doch zu bremsen.

Verrückte Erlebnisse unterwegs | Part 1

Im Rahmen meines Gewinnspiels zu meinem Part des Shorty Vegan Guide Artikels „Vegan unterwegs“ fragte euch, was euer verrücktestes Erlebnis ist, das ihr unterwegs erlebt habt. Es waren wirklich spannende, lustige und außergewöhnliche Erlebnisse dabei, wovon ich hier einige vorstellen möchte.

Mein schrägstes Erlebnis in Sachen „vegan“ liegt noch nicht so lange zurück!^^ Wir waren anlässlich einer Beerdigung in einem äußerst schnieken Restaurant eingeladen. Die Gastgeberinnen hatten sich extra erkundigt, ob es für uns auch Rohkost gäbe. Gab es – wir: hocherfreut und relaxed. Und ja: Wir bekamen Rohkost. Wie sie im Buche steht und wie sie vermutlich jeder vor sich sehen würde, der an Rohkost denkt und NICHT rohvegan lebt!^^ Wir saßen also mitten im Raum an dem zentralen Tisch zwischen lauter Omnivoren und Wir bekamen einen Teller serviert, auf dem je zwei Stückchen Gurke, Kohlrabi, Paprika, Möhre und Fenchel zu finden waren. Kein Öl, keine Zitrone, keine Menage mit Salz und Pfeffer. Rohkost pur halt! Ich konnte nicht anders und musste einfach nur noch loslachen – v.a. über meine eigene Vertrauensseligkeit. Denn es scheint nichts Neues zu sein, dass gerade die „piekfeinen“ Läden nicht gerade vor Überengagement sprühen, wenn es um Extrawünsche geht….Naja, das Dessert (Erdbeeren mit frischer Minze) söhnte uns etwas aus. Außerdem gab es ja noch Studentenfutter und den nächsten Laden um die Ecke!^^

Mein verrücktestes Erlebnis unterwegs ist nur indirekt meines, aber ich hoffe, es zählt trotzdem. (wenn nicht, hab ich noch Plan B): Mein Freund ist Omni, lässt sich aber gerne vegan von mir bekochen (als hätte er eine andere Wahl XD). Wir führen eine Fernbeziehung, und als er sich auf den langen Heimweg machte, habe ich ihm für die Fahrt selbstgemachte „Mett“-Brote geschmiert (er liebt das Zeug). Während der Fahrt schrieb er mir eine SMS und wir kamen beide aus dem Lachen nicht mehr raus. Neben ihm saß eine junge Frau, und als er die intensiv duftenden Mettbrote auspackte, sagte sie: „Würde es Ihnen was ausmachen, die wieder einzupacken? Ich bin Vegetarierin und mir wird von Fleischgeruch immer ganz schlecht.“ „Gut, dass da kein Fleisch drauf ist“, sagte er, „ist vegan.“ Der Blick der Dame muss göttlich gewesen sein 😄

Ich reise auch gerne durch die Welt und in Kolumbien ist Veganismus nicht sonderlich verbreitet (Sojaschnetztel gibt es zwar im Supermarkt, aber das ist Arme-Leute-Essen). Als ich in einem Restaurant am Strand war, wollte ich den normalen Mittagsteller bestehend aus Reis, Bohnen, Salat und Kochbananen, ohne Fleisch oder Fisch. Als ich zu der Besitzerin freundlich sagte „Ohne Fleisch, ich esse kein Fleisch.“ fragte sie mich „Dann vielleicht Hühnchen?!“… Zum Schluss hat sie meine Bestellung, ohne die Haupt-Beilage zwar aufgenommen, sich aber kopfschüttelnd vom Tisch entfernt. „Verrückte reiche Hippies“ stand in ihrem Gesicht geschrieben 🙂 Nicht super spektakulär, aber ein Erlebnis mit bleibender Erinnerung hihi.

Das verrückteste – vegane – Erlebnis war definitiv, als ich in einem Restaurant, in welchem ich mit der Familie meines Freundes essen war, weswegen es mir eh schon unangenehm war „Aufsehen zu erregen“ indem ich um Sonderbehandlung bat, einen einfachen Salat bestellte, weil es wirklich kein einziges anderes Gericht auf der Speisekarte gab, das man veganisieren hätte können und die Bedienung schon unruhig und immer unfreundlicher wurde.
Auf meine Bitte „Lassen Sie dann einfach die Putenbruststreifen von vom Salat weg“ sagte sie „Okay, wenn Sie wollen, können wir den Salat dann dafür mit Ei oder Käse machen.“; und das, obwohl ich gerade 5 Minuten erklärt hatte, was „vegan“ bedeutet. Ich lehnte auch das ab, woraufhin sie der gesamten Verwandtschaft meines Freundes erklärte, für wie unsinnig und sinnlos sie es hält, sich vegan zu ernähren.
Sie brachte mir dann nach einiger Zeit einen Salat mit Essig und Öl und als besondere „Specials“ hatte sie süße Früchte draufgetan, Erdbeeren, Pfirsiche und so weiter.
Das ganze zusammen mit dem doch sehr bitteren Öl war kaum essbar.
Dieser Restaurantbesuch war einfach nur die Hölle für mich und seitdem habe ich in einem Restaurant nie wieder um eine Sonderbehandlung gebeten.

Mir wurde im Frühjahr in dem Laden LUSH, während ich dort nach getätigtem Einkauf eine Petition gegen Tierversuche unterschrieb, die Geldbörse aus der Handtasche am Kinderwagen gestohlen. Auf dem Weg zur Bank um die EC-Karte als gestohlen zu melden, fragte mich ein Obdachloser nach ein bisschen Kleingeld. Als ich mich entschuldigte, dass ich nicht könnte und ihm erzählte was mir gerade passiert war, schaute er in seinen Kaffeebecher voll Kleingeld und bot mir an mir das Busticket nach Hause zu zahlen ! Ich war soooo gerührt…
2 Wochen später bekam ich meine Geldbörse inkl. aller Ausweise und Karten per Post zurück und nur das Geld fehlte :o)

 

Mein verrücktestes Erlebnis auf Reisen war natürlich in der Deutschen Bahn. Und ist gar nicht so übermäßig verrückt. Unser Zug musste aufgrund „technischer Probleme“ ca. eine Stunde kurz vor dem Ziel- und Endbahnhof auf den Gleisen warten. Die Fahrgäste waren mürrisch und dem Schaffner scheinbar langweilig. Dieser hat dann nämlich kurzerhand über Mikro aus der aktuellen Tageszeitung vorgelesen. Die Stunde ging dann auch tatsächlich schneller rum, als gedacht und man ist gut informiert angekommen. 🙂

Mein verrücktestes Erlebnis hat sich auch ausgerechnet bei meinem Lieblingsitaliener abgespielt. Üblicherweise habe ich früher immer Salamipizza oder etwas mit Hähnchen bestellt. Als ich etwas Veganes wollte und mich nach dem Teigrezept erkundigte, war der Gutste fassungslos und fragte mich, ob es mir gut ginge (man kennt sich schon ein paar Jahre ;)) Ich habe ihm dann alles erklärt und er konnte nur mit dem Kopf schüttel. Mittlerweile gibt es einige vegane Pizzen auf seiner Speisekarte, die auch als solche gekennzeichnet sind und ich bekomme öfter mal einen Rabatt, da er von der Reaktion der Leute begeistert ist und die Pizzen sehr gut angenommen werden.
Verrückte Geschichte, aber gut für mich. So muss ich nicht auf meine heißgeliebte Pizza verzichten 🙂

Also mein verrücktestes Erlebnis zum Thema Vegan+Reisen war, dass ich via couchsurfing.org eine Deutsche bei mir zu Gast hatte, die in Wien einen Schulkollegen besuchen wollte, den sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat. Als wir zu dritt auf dem Weg zu einer Halloween Feier nach Znaim waren, sind wir im Auto draufgekommen, dass wir alle drei vegan leben 🙂

Film-, Doku- und Lesewoche

Puh, erst im Nachinein fällt mir grad auf, wie viel Zeit ich diese Woche und insbesondere das Wochenende damit verbracht habe zu lesen und Filme, Dokus und Serien zu schauen. Mir war diese Woche einfach nicht nach Sport, aber das ändert sich ab morgen wieder, denn da teste ich neues Yogastudio für einen Monat auf Probe. Ich hoffe, dass es mir dort gefällt und ich auch über den Monat hinaus weiter dort hingehen mag. Jivamukti in Berlin hat sich nicht als das richtige für mich herausgestellt.

An Büchern habe ich diese Woche:
Deutschland Schwarz Weiß
May Cause Miracles und
Vegan For Life gelesen.

Neben meinen amerikanischen Serien, die ich regelmäßig schaue, haben mich vor allem
Vegucated (Trailer),
Average Joe goes Raw Foods (in voller Länge),
Billige Brötchen- Die Spur der Teiglinge (in voller Länge) Danke an Achtung Planzenfresser für den Tipp!
Die allerbeste Sebastian Winkler Show mit Raphael Fellmer, der ohne Geld lebt,
Body-Xtreme Breakfast – mit Patrik Baboumian,
die Kurzvideos auf von Berlinfolgen
und die Videos von Brendan Brazier auf http://thriveforward.com
begeistert, unterhalten und bewegt.

Kennt ihr die Dokus/Filme?
Was habt ihr diese Woche so gesehen und gehört?


Am veganen Frühstückstisch

Randomness des letzten Monats

Eigentlich wollte ich schon längst diese Fotos in Blogposts verarbeitet haben, aber ich komme gerade kaum zum Bloggen, weil ich so beschäftigt auf der Arbeit und mit meiner Bachelorarbeit bin.

Hier also nun eine kleine Bilderflut mit Fotos aus dem letzten Monat. Von unserem Weihnachtsessen habe ich leider vergessen Fotos zu machen, aber immerhin meine verschenkten Plätzchen habe ich fotografisch festgehalten. Ich habe drei verschiedene Plätzchensorten aus dem Backbuch Von Christstollen bis Zimtstern – Vegane Weihnachtsbäckerei gebacken. Das Büchlein, was übrigens nur 6,95€ kostet, beinhaltet so viele toll klingende Rezepte, dass ich mich kaum entscheiden konnte. Es wurden dann die Haselnussplätzchen, die Palo Neros und die Haselnussschnitten. Von den Beschenkten habe ich nur Lob erhalten und ich selber bin ebenso überzeugt gewesen.
Für die nächste Plätzchensaison kann ich das Buch nur jedem  herzlich empfehlen.DSC06418

Um Silvester war meine beste Freundin zu Besuch. Wir haben es uns so richtig gut gehen lassen. Eigentlich wollte ich auch unbedingt ins Freckles zum Kuchenessen, aber zwischen den Jahren war das Café leider geschlossen, steht also weiterhin auf meiner to-go-list. Nachdem unsere Enttäuschung groß war als wir dort vor verschlossener Tür standen, waren wir umso glücklicher doch noch etwas anderes Veganes in der Bergmannstraße zu finden, und zwar an einem Ort, wo ich es nicht vermutet hatte, nämlich in einer Currybude.
Ich kann Bergmann Curry (Bergmannstraße 88 | Berlin-Kreuzberg) wirklich jedem empfehlen, schon allein der ulkige Currybudenmann ist es wert. Das war wirklich witzig dort.
Auf einem speziellen Schild wurden die vier veganen Angebote angepriesen. Wir probierten die Süßkartoffelpommes mit Erdnusssauce und die vegane Currywurst. Beides sehr lecker, der Currywurst merkt man aber deutlich an, dass sie nicht aus Fleisch besteht. Ich habe schon authentischere Würstchen gegessen. Beides wird natürlich separat von den Fleischprodukten zubereitet!ImageImageImage

Außerdem kann man in der Bergmannstraße gut Sushi essen.Image

Am Mehringdamm findet sich übrigens auch der berühmte Stand von Mustafas Gemüse Kebab, aber diese lange Schlange hat uns davon angehalten, uns dort anzustellen. So gut der Kebab auch sein mag, aber das hatte dann nun wirklich nichts mehr mit Fast Food zu tun.Image

In Friedrichshain waren wir im Eisbärliner (Gärtnerstr. 11 | Berlin-Friedrichshain) Waffeln essen. Vorher hatten wir eine leckere Zuccinicremesuppe. Eigentlich wollten wir Eis essen, aber die veganen Sorten haben uns nicht so wirklich angesprochen (Schoko, Vanille und Fruchtsorbet). Ich hoffe, dass es im Sommer eine größere Auswahl gibt.ImageImage

Ganz in der Nähe vom Boxhagener Platz findet sich auch dieses tolle Wandgemälde.Image

Und folgender Spruch gehört zur Eastside Gallery.Image

Hello 2013

Wow, das Jahr 2012 ist wirklich rasend schnell vergangen. Ich erinnere mich noch genau an den Morgen des 1. Januar 2012 als ich um 8:00 von einer Freundin wach geklingelt wurde und mir erzählt, dass sie ihr Iphone verloren hat und ich die einzige bin, von der sie über Facebook die Nummer hatte….
Nachdem ich letztes Jahr Silvester ganz gemütlich mit meinen Eltern verbracht hatte, war dieses Silvester in Berlin in vielerlei Hinsicht umso verrückter…Deshalb wurde heute erstmal ordentlich ausgeschlafen und nachdem ich meine beste Freundin, die zu Besuch war, zur Mitfahrgelegenheit gebracht habe, will ich mich nun endlich einmal einem 2012er Rückblick und meinen Vorsätzen für 2013 widmen. Ich bereue echt, dass ich das Tagebuchschreiben am 13. Januar 2012 aufgegeben habe und somit nicht mehr alles, was so passiert ist, zusammenbekomme. Gleichzeitig ist also regelmäßiges Tagebuchschreiben wieder ein Vorsatz für 2013.

Meine Highlights 2012 (in keiner besonderen Reihenfolge):

# viele interessante Begegnungen mit Menschen
# Umzug nach Berlin
# mehrere Wochen kein Alkohol, Gluten, Zucker
# Crazy Sexy Detox
# Dockville Festival
# Alt-J und Ewert and the two Dragons Konzert
# in Leipzig und Dresden gewesen
# tolle Radtouren
# an meinen ersten 2 Laufwettkämpfen teilgenommen
# neue Rezepte ausprobiert und neue Lebensmittel entdeckt
# angefangen zu bloggen
# am Anfang des Jahres viel Yoga gemacht, das erste Mal Kopfstand geschafft
# tolle WG-Partys, Kochabende und Unternehmungen mit Freund_innen
# neue Freund_innen gefunden
# die vegane Szene in Berlin kennenlernen, viele Cafés und Restaurants „getestet“
# 3 Seminararbeiten in den Semesterferien geschrieben
# Traumstelle bekommen
# Kommentare von meinen Leser_innen/anderen Blogger_innen
# in vielen Bereichen bewusster geworden

meine Vorsätze für 2013:

# BA und somit Studium abschließen
# Bikram Yoga ausprobieren und überhaupt wieder regelmäßiger Yoga praktizieren
# regelmäßig laufen gehen
# Feburuar: 10 oder 15 km beim Plänterwaldlauf laufen
# Halbmarathon laufen (vielleicht Potsdamer Schlösserlauf?)
# wenn ich einen guten finden, dann Marathon laufen
# drei Gänge Menü für Freund_innen kochen
# wieder ein paar alkoholfreie Monate einlegen
# Freundschaften pflegen und ausbauen
# Plastikkonsum noch weiter reduzieren
# regelmäßig Tagebuchschreiben
# strukturierter werden