Verrückte Erlebnisse unterwegs | Part 2

Hier kommt der zweite Teil eurer verrücktesten Erlebnisse unterwegs:

Mein verrücktestes Erlebnis unterwegs hat nichts mit meinem veganen Dasein zu tun (da klappt immer alles ganz reibungslos). 2011 war ich mit meinem Freund für ein paar Wochen auf Bali. Dort hatten wir das Glück, zwei einheimische junge Männern kennenzulernen, die unglaublich nett zu uns waren.
Sie haben an einem Tag einen Ausflug mit uns gemacht, den ich nie vergessen werde: jeder hatte ein Motorrad, mein Freund und ich saßen dann bei Bema und Dodo, so hießen sie, hinten drauf. Dann gings ab – wer schon mal in Asien war, weiß, dass Verkehrsregeln da nichts gelten. Ab durch die Mitte, in irrer Geschwindigkeit! Ich fands super, mein Freund war etwas grün im Gesicht hinterher 😉
Jedenfalls haben die beiden uns „ihr“ Bali gezeigt. Ihre Lieblingstempel, wir waren Affen füttern, waren an einem Wasserfall, sind essen gegangen und waren dann bei ihren Familien.
Bemas Neffe ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: er war damals 3 Monate alt und ein richtig dicker Klops. Dazu muss man sagen, dass auch Bema nicht die Statur des „gemeinen Balinesen“ hatte: er war bestimmt 1,85m und richtig breit. Normalerweise sind Balinesen eher zierlich. Sein Neffe hatte also auch schon die besten Voraussetzungen, ein breiter Mann zu werden. Und woran lag das? An Bananen! Bema und sein Neffe wurden einfach als richtig kleine Babys (3 Monate!) mit haufenweise Bananen gefüttert. Das hat sie groß und stark gemacht. Witzig oder? Ich konnte es kaum glauben, vor allem, wenn man sich vorstellt, was hier z.T. für ein Drama um Babyernährung gemacht wird. Menschen sind nicht so zerbrechlich, wie man immer meint…
Als wir uns von Bemas Familie verabschieden wollten, ist Bemas Vater kurz verschwunden und kam dann mit einem riesigen Thunfisch zurück, den er uns geschenkt hat (damals war ich noch Omni). Wir haben den Fisch dann mitgenommen und sind wieder in einem Heidentempo quer durch Bali zum Hotel gefahren. Bema und Dodo haben den Fisch dann zubereitet und uns in ihre Hütte eingeladen. Achtung, unvegane Aussage: das war der leckerste und frischeste Fisch, den ich je gegessen habe!
Wir waren dann aber so erledigt von dem Tag, dass wir wie Steine ins Bett gefallen sind.
Es war großartig und verrückt und ich denke total gerne daran zurück.

Das Verrückteste, was ich unterwegs erlebt habe, fand vor etwa einer Woche statt. Ich war mit meinem Verlobten in einem riesigen Einkaufszentrum und es war unglaublich warm. Da wir nur auf der Durchreise dort waren und ich nicht auf die Hitze vorbereitet war, hatte ich komplett lange Kleidung und geschlossene Schuhe an, war also völlig unpassend gekleidet. Nach zwei Stunden hatte ich genug und beschloss mir passendere Kleidung zu kaufen. Schuhe fand ich natürlich keine, weswegen ich meine Schuhe in ein Schließfach einschloss und ohne weiterlief. So war die Hitze schon wesentlich besser auszuhalten.
Als ich gerade vor einem Schaufester stand, kam ein kleines Mädchen auf mich zugelaufen und sah mich mit großen traurigen Augen an. Sie fragte mich höflich (und merkbar besorgt), warum ich denn keine Schuhe anhätte. Ich erklärte ihr, dass mir in meinen Schuhen zu warm war und ich sie ausgezogen hatte, weil mir meine Füße wehtaten, normalerweise würde ich aber Schuhe tragen. Sie wirkte sofort erleichtert und sagte: „Achso, dann ist ja gut. Weil, wenn jemand keine Schuhe anhat, weiß man ja nicht, ob es ihm vielleicht nicht so gut geht. Es hätte ja sein können, dass Sie nicht so viel Geld haben. Dann müsste man ja helfen.“ Berührt von ihrer Hilfsbereitschaft bedankte ich mich bei ihr und sie lief wieder weg.

Mein verrücktestes Erlebnis unterwegs war ein schweres Gewitter während wir am Strand von Norderney gezeltet haben. Es hörte sich an als würde das Meer gleich unser Zelt umspülen und das Gewitter und der Sturm haben mir dezent Angst gemacht,obwohl ich es sonst sehr mag, wenn Naturgewalten rumwettern. Aber das war dann doch etwas zu viel des Guten.*grusel*

Ein sehr verrücktes Erlebnis hatte ich Bournmouth an der englischen Südküste. Dort hab ich in einem kleinem Stadtpark, wo sehr viele graue Eichhörnchen leben, die schon an sich nicht grade scheu sind, plötzlich am Wegrand ein Eichhörnchen entdeckt, welches einen klassischen Cookie in den Händen hielt und einmal kräftig reinbiss. Das war auf jeden Fall ein Foto und einen großen Lacher wert.

Das wohl Verrückteste, das mir bisher unterwegs passiert ist, geschah während eines Urlaubes in England. Da wollten wir einfach ein wenig durch die Gegend wandern, nutzen nichts ahnend die ausgeschilderte Route und fanden uns plötzlich einer Kuhherde gegenüber. Tja, die Engländern finden halt nichts dabei, ihre Wanderwege über Koppeln zu führen. Später galoppierten uns auch noch zwei Pferde entgegen, aber beide Male waren sie dann doch zu bremsen.

Verrückte Erlebnisse unterwegs | Part 1

Im Rahmen meines Gewinnspiels zu meinem Part des Shorty Vegan Guide Artikels „Vegan unterwegs“ fragte euch, was euer verrücktestes Erlebnis ist, das ihr unterwegs erlebt habt. Es waren wirklich spannende, lustige und außergewöhnliche Erlebnisse dabei, wovon ich hier einige vorstellen möchte.

Mein schrägstes Erlebnis in Sachen „vegan“ liegt noch nicht so lange zurück!^^ Wir waren anlässlich einer Beerdigung in einem äußerst schnieken Restaurant eingeladen. Die Gastgeberinnen hatten sich extra erkundigt, ob es für uns auch Rohkost gäbe. Gab es – wir: hocherfreut und relaxed. Und ja: Wir bekamen Rohkost. Wie sie im Buche steht und wie sie vermutlich jeder vor sich sehen würde, der an Rohkost denkt und NICHT rohvegan lebt!^^ Wir saßen also mitten im Raum an dem zentralen Tisch zwischen lauter Omnivoren und Wir bekamen einen Teller serviert, auf dem je zwei Stückchen Gurke, Kohlrabi, Paprika, Möhre und Fenchel zu finden waren. Kein Öl, keine Zitrone, keine Menage mit Salz und Pfeffer. Rohkost pur halt! Ich konnte nicht anders und musste einfach nur noch loslachen – v.a. über meine eigene Vertrauensseligkeit. Denn es scheint nichts Neues zu sein, dass gerade die „piekfeinen“ Läden nicht gerade vor Überengagement sprühen, wenn es um Extrawünsche geht….Naja, das Dessert (Erdbeeren mit frischer Minze) söhnte uns etwas aus. Außerdem gab es ja noch Studentenfutter und den nächsten Laden um die Ecke!^^

Mein verrücktestes Erlebnis unterwegs ist nur indirekt meines, aber ich hoffe, es zählt trotzdem. (wenn nicht, hab ich noch Plan B): Mein Freund ist Omni, lässt sich aber gerne vegan von mir bekochen (als hätte er eine andere Wahl XD). Wir führen eine Fernbeziehung, und als er sich auf den langen Heimweg machte, habe ich ihm für die Fahrt selbstgemachte „Mett“-Brote geschmiert (er liebt das Zeug). Während der Fahrt schrieb er mir eine SMS und wir kamen beide aus dem Lachen nicht mehr raus. Neben ihm saß eine junge Frau, und als er die intensiv duftenden Mettbrote auspackte, sagte sie: „Würde es Ihnen was ausmachen, die wieder einzupacken? Ich bin Vegetarierin und mir wird von Fleischgeruch immer ganz schlecht.“ „Gut, dass da kein Fleisch drauf ist“, sagte er, „ist vegan.“ Der Blick der Dame muss göttlich gewesen sein XD

Ich reise auch gerne durch die Welt und in Kolumbien ist Veganismus nicht sonderlich verbreitet (Sojaschnetztel gibt es zwar im Supermarkt, aber das ist Arme-Leute-Essen). Als ich in einem Restaurant am Strand war, wollte ich den normalen Mittagsteller bestehend aus Reis, Bohnen, Salat und Kochbananen, ohne Fleisch oder Fisch. Als ich zu der Besitzerin freundlich sagte „Ohne Fleisch, ich esse kein Fleisch.“ fragte sie mich „Dann vielleicht Hühnchen?!“… Zum Schluss hat sie meine Bestellung, ohne die Haupt-Beilage zwar aufgenommen, sich aber kopfschüttelnd vom Tisch entfernt. „Verrückte reiche Hippies“ stand in ihrem Gesicht geschrieben 🙂 Nicht super spektakulär, aber ein Erlebnis mit bleibender Erinnerung hihi.

Das verrückteste – vegane – Erlebnis war definitiv, als ich in einem Restaurant, in welchem ich mit der Familie meines Freundes essen war, weswegen es mir eh schon unangenehm war „Aufsehen zu erregen“ indem ich um Sonderbehandlung bat, einen einfachen Salat bestellte, weil es wirklich kein einziges anderes Gericht auf der Speisekarte gab, das man veganisieren hätte können und die Bedienung schon unruhig und immer unfreundlicher wurde.
Auf meine Bitte „Lassen Sie dann einfach die Putenbruststreifen von vom Salat weg“ sagte sie „Okay, wenn Sie wollen, können wir den Salat dann dafür mit Ei oder Käse machen.“; und das, obwohl ich gerade 5 Minuten erklärt hatte, was „vegan“ bedeutet. Ich lehnte auch das ab, woraufhin sie der gesamten Verwandtschaft meines Freundes erklärte, für wie unsinnig und sinnlos sie es hält, sich vegan zu ernähren.
Sie brachte mir dann nach einiger Zeit einen Salat mit Essig und Öl und als besondere „Specials“ hatte sie süße Früchte draufgetan, Erdbeeren, Pfirsiche und so weiter.
Das ganze zusammen mit dem doch sehr bitteren Öl war kaum essbar.
Dieser Restaurantbesuch war einfach nur die Hölle für mich und seitdem habe ich in einem Restaurant nie wieder um eine Sonderbehandlung gebeten.

Mir wurde im Frühjahr in dem Laden LUSH, während ich dort nach getätigtem Einkauf eine Petition gegen Tierversuche unterschrieb, die Geldbörse aus der Handtasche am Kinderwagen gestohlen. Auf dem Weg zur Bank um die EC-Karte als gestohlen zu melden, fragte mich ein Obdachloser nach ein bisschen Kleingeld. Als ich mich entschuldigte, dass ich nicht könnte und ihm erzählte was mir gerade passiert war, schaute er in seinen Kaffeebecher voll Kleingeld und bot mir an mir das Busticket nach Hause zu zahlen ! Ich war soooo gerührt…
2 Wochen später bekam ich meine Geldbörse inkl. aller Ausweise und Karten per Post zurück und nur das Geld fehlte :o)

 

Mein verrücktestes Erlebnis auf Reisen war natürlich in der Deutschen Bahn. Und ist gar nicht so übermäßig verrückt. Unser Zug musste aufgrund „technischer Probleme“ ca. eine Stunde kurz vor dem Ziel- und Endbahnhof auf den Gleisen warten. Die Fahrgäste waren mürrisch und dem Schaffner scheinbar langweilig. Dieser hat dann nämlich kurzerhand über Mikro aus der aktuellen Tageszeitung vorgelesen. Die Stunde ging dann auch tatsächlich schneller rum, als gedacht und man ist gut informiert angekommen. 🙂

Mein verrücktestes Erlebnis hat sich auch ausgerechnet bei meinem Lieblingsitaliener abgespielt. Üblicherweise habe ich früher immer Salamipizza oder etwas mit Hähnchen bestellt. Als ich etwas Veganes wollte und mich nach dem Teigrezept erkundigte, war der Gutste fassungslos und fragte mich, ob es mir gut ginge (man kennt sich schon ein paar Jahre ;)) Ich habe ihm dann alles erklärt und er konnte nur mit dem Kopf schüttel. Mittlerweile gibt es einige vegane Pizzen auf seiner Speisekarte, die auch als solche gekennzeichnet sind und ich bekomme öfter mal einen Rabatt, da er von der Reaktion der Leute begeistert ist und die Pizzen sehr gut angenommen werden.
Verrückte Geschichte, aber gut für mich. So muss ich nicht auf meine heißgeliebte Pizza verzichten 🙂

Also mein verrücktestes Erlebnis zum Thema Vegan+Reisen war, dass ich via couchsurfing.org eine Deutsche bei mir zu Gast hatte, die in Wien einen Schulkollegen besuchen wollte, den sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat. Als wir zu dritt auf dem Weg zu einer Halloween Feier nach Znaim waren, sind wir im Auto draufgekommen, dass wir alle drei vegan leben 🙂

Shorty Vegan Guide | Part 8 | Vegan unterwegs

1040754_587938464560598_1324467871_oWie es sich zuhause vegan leben lässt und was es im Bereich Kosmetik  und Kleidung zu beachten gibt, hast Du in unserem Shorty Vegan Guide bereits erfahren. Von vielen (Neu)VeganerInnen und an der veganen Lebensweise interessierten Menschen höre ich immer wieder, dass eine der größten Hürden der Alltag außerhalb der eigenen vier Wände darstellt, also wie sich vegan unterwegs bewerkstelligen lässt. Zuhause stört es in der Regel niemanden, welche Produkte und Lebensmittel dort verwendet werden, man kann selbst entscheiden, was  ins Haus kommt und sich mit Hilfe der genannten Tipps sicher sein, selbst nur vegane Produkte eingekauft zu haben.

Außerhalb dieser Komfortzone kann es dagegen manchmal schwierig werden. Dieser Teil des Shorty Vegan Guides bereitet Dich deshalb auf mögliche Situationen vor und versorgt dich mit passenden Tipps. Vorweg sei gesagt, dass Vorbereitung in den meisten Fällen das A und O ist.

1. In Restaurants
Als VeganerIn musst Du nicht auf Restaurantbesuche verzichten. Auch wenn es mittlerweile immer mehr ausschließlich vegetarisch und vegane Lokalitäten gibt, so führt der Großteil der Restaurants größtenteils Fleischgerichten auf der Karte, aber das bedeutet nicht, dass für Dich dort nichts dabei ist.
Ein paar Länderküchen sind besonders prädestiniert dafür, dass sich „zufälligerweise“ vegane Gerichte auf der Karte finden. Die größte Auswahl findet sich wohl bei asiatischen und arabischen Restaurants (japanisch, chinesisch, thailändisch, vietnamesisch, indisch, türkisch, etc.). Traditionell gibt es hier sehr viele fleischlose Gerichte, die in vielen Fällen sogar vegan sind. Unvegane Zutaten verstecken sich hier hauptsächlich in Saucen in Form von Fischsauce, Austernsauce, Sahne, Butter, Jogurt oder Ghee (indisches Butterschmalz). Nudeln sind ein beliebter Bestandteil von Gerichten – hier könnte potenziell Ei enthalten sein. Deshalb gilt es vor der Bestellung höflich bei den entsprechenden Mitarbeitern zu fragen, um auszuschließen, dass diese Zutaten in Dein Gericht gelangen.

Auch beim Italiener finden sich in der Regel viele vegane oder leicht zu veganisierende Gerichte. Da wäre zunächst einmal eine große Auswahl an Pizzen, die veganisiert werden kann, indem Du diese ohne den Käse obendrauf bestellst. Ohne Käse? Ja, das mag erst einmal komisch klingen, schließlich sind wir an Pizza mit einer dicken Käseschicht gewöhnt, aber glaub‘ mir, eine Gemüsepizza mit jeder Menge bunten Gemüsesorten schmeckt hervorragend ohne Käse on top. Auch wenn der traditionelle italienische Pizzateig aus Hefe, Wasser, Mehl, Olivenöl und Salz besteht (=vegan) besteht, so kommt es teilweise leider vor, dass Milch und/oder Eier im Teig verwendet werden. Dies gilt es bei der Bestellung auszuschließen. Ähnlich der Pizza lassen sich auch viele Pastagerichte veganisieren, indem Du sie ohne Käse bestellst. Hier ist ebenso auf Eier als potenzielle Zutat in den Nudeln zu achten. Übrigens gibt es immer mehr Pizzerien, die explizit vegane Pizzen mit veganem Käse, z. B. mit Wilmersburger Pizzaschmelz, anbieten. Möglicherweise gibt es ja schon eine solche in Deiner Stadt. Ansonsten wäre es vielleicht eine Idee, Deinem Lieblingsitaliener diese Möglichkeit vorzuschlagen.

In anderen Restaurants und Länderküchen finden sich ebenso veganisierbare Gerichte. Es gibt wohl kein Land, in dem Gemüse und pflanzliche Zutaten nicht auf dem Speiseplan stehen. Für einen guten Koch sollte es kein Problem sein, ein einfaches veganes Gericht zu kochen. So wurde ich in einem griechischen Restaurant schon mit einer bunten Grillgemüseplatte überrascht, auf die meine Verwandtschaft am Tisch ganz neidisch war, weil sie extra für mich erfunden worden war.
Ich erkläre in der Regel, dass ich vegan lebe und was das bedeutet. Oft finden sich in der Karte Speisen, die veganisiert werden könnten oder ich mache Vorschläge wie Gemüsepfanne mit Öl anstatt mit Butter angebraten oder Ofenkartoffel mit Gemüse.
Wenn Du schon einige Tage im Voraus weißt, dass Du Restaurant X besuchen wirst, rate ich Dir, Dich in dem Restaurant telefonisch als VeganerIn anzukündigen. So kann sich die Küche auf Dich einstellen und sicherstellen, dass es für Dich etwas veganes zu essen gibt.

2. Einladung bei Freunden/ Verwandten/ Bekannten
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es am besten ist, anzubieten etwas Veganes mitzubringen. Der/die GastgeberIn kann nicht unbedingt alle Ernährungsgewohnheiten der Gäste kennen und berücksichtigen. Wenn Du weißt, dass es ein Buffet geben wird, erkundige Dich, was Du dazu besteuern kannst. Das kann zum Beispiel ein Dip, Hummus, Nudelsalat, Kuchen, Muffins oder selbstgebackenes Brot sein. Ich habe es oft erlebt, dass meine mitgebrachten Sachen weggingen wie „warme Semmeln“ und keiner der Gäste gemerkt hat, dass die Leckereien vegan waren. Bist Du zu einem Essen eingeladen, bei dem schon vorher feststeht, was es gibt, kannst Du dem/der GastgeberIn Bescheid geben und fragen, ob es möglich ist Dir etwas veganes zuzubereiten. Oft genügen nur ein paar kleine Abwandlungen des geplanten Menüs und es ist auch etwas für Dich dabei.

3. Im Büro / in der Schule/ in der Uni
Auch wenn sich viele (Betriebs-)Kantinen und Mensen noch schwer damit tun, regelmäßig vegane Speisen anzubieten, so lässt sich dennoch eine Entwicklung erkennen. Wo es früher nur Pommes mit Schnitzel und Chili con Carne gab, finden sich heutzutage immer öfter auch mehr oder weniger innovative vegetarische und vegane Gerichte. Oft liegen in Kantinen und Mensen Gästebücher aus, wo die Gäste ihre Kritik festhalten können. Lass die Küchenleiter wissen, wenn Dir ein veganes Gericht gut geschmeckt hat und dass Du Dir insgesamt ein größeres veganes Angebot wünschen würdest. Mit ein paar weiteren UnterstützerInnen kannst Du die Verantwortlichen in der Küche vielleicht sogar davon überzeugen, an einer Schulung mit einer veganen Köchin oder einem veganen Koch teilzunehmen, die/der sich mit Großküchen auskennt und die Kniffe der veganen Küche vermitteln kann.
In den meisten Kantinen gibt es außerdem ein mehr oder weniger umfangreiches Salatbuffet. Das ist natürlich praktisch, denn hier kannst Du selbst zusammenstellen, was Dir schmeckt. Mein Tipp ist, das Dressing dafür zuhause vorzubereiten und mitzunehmen. Dann sind abwechslungsreichere Kombinationen als nur schnödes Essig&Öl möglich und Du kannst Dir sicher sein, dass Dein Dressing vegan ist.
Wenn Du meinst, dass Du von Salat allein nicht satt wirst, kannst Du Dir Toppings in Form von Nüssen und Sämereien mitnehmen oder zum Beispiel Tofu bereits Zuhause marinieren und vor Ort dazu essen.

4. Verpflegung selbstgemacht
Gute Planung für unterwegs ist -wie schon gesagt- alles. Am einfachsten ist es eigentlich, sich selbst etwas von Zuhause mitzunehmen. Damit stellst Du sicher, dass Du ausreichend versorgt bist und es auf jeden Fall schmeckt. Für die guten alten belegten Brote gibt es eine riesige Auswahl an veganen Brotaufstrichen und Aufschnitt, die mittlerweile in jedem Supermarkt zu finden sind oder die Du Dir einfach selbst herstellen kannst. Abwechslung lässt sich hier z. B. auch mit Gemüseeinlagen und Sprossen schaffen.
An die Verpflegung unterwegs lassen sich verschiedene Kriterien stellen, für die es jeweils die unterschiedlichsten Rezepte gibt (schmeckt kalt, lässt sich leicht aufwärmen, schnell zuzubereiten, gut am Vorabend vorbereitbar, leicht transportierbar etc.). Für Rezeptideen kannst du einfach das Internet durchstöbern oder Dich von den Büchern Vegan unterwegs – schnell zubereitet und verpackt – für Schule, Beruf und Freizeit oder Vegan zu Hause und unterwegs inspirieren lassen.
Neben etwas zu Essen, sollte die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit gewährleistet sein. Für unterwegs verwende ich für Getränke am liebsten eine Klean Kanteen oder für selbstgemachte Shakes eine BlenderBottle.
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5. Snacks to go
Typischerweise sind die meisten Müsli- und Schokoriegel und Snacks, die es im Handel zu kaufen gibt, nicht vegan. Aber es gibt sie dennoch und ich stelle meine liebsten vor:

  • Mr. Tom Riegel | Gibt es fast in jedem Supermarkt und Kiosk und ist auch an Tankstellen und Raststätten oft mitunter der einzige vegane Snack.
  • Mannerschnitten | Hohe Verfügbarkeit ähnlich wie beim Mr. Tom-Riegel. Super praktisch.
  • Sesamminis | Die Sesamminis gibt es z.B. von Rapunzel oder Alnatura. Dank ihrer kompakten Größe finden sie auch in der kleinsten Tasche Platz und versorgen Dich schnell mit Energie.
  • Raw Bite | Ich stehe total auf Cashewkerne, weshalb ich die Raw Bite Riegel liebe. Hauptbestandteile sind Cashews und Datteln und dann je nach Geschmacksrichtung ein paar weitere Zutaten. Ich mag besonders gerne die Sorte Coconut und Appel Cinnamon. Mitterweile gibt es die Riegel auch in alnatura Supermärkten.
  • Lubs Riegel | Die Fruchtriegel von Lubs sind im Reformhaus oder Bioladen erhältlich und kommen in vielen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen daher, sodass für jedeN etwas dabei sein sollte. Meine Lieblingssorten sind Kokos und Schoko Kokos mit Guarana.
  • Nüsse und Co. | Nüsse sind super praktisch unterwegs. Sie sind haltbar, leicht zu transportieren und zu dosieren. Unterwegs habe ich am liebsten klassisches Studentenfutter oder Cashews dabei.

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6. Reisen
Als Proviant gilt hier das gleiche wie bei 4. und 5..
Solltest Du eine Flugreise antreten, so besteht die Möglichkeit bei der Fluggesellschaft eine veganes Menü mit dem Kürzel „vgml“ zu bestellen.
Am besten informierst Du Dich außerdem im Voraus über Deinen Urlaubsort. Gibt es einen Supermarkt in der Nähe Deiner Unterkunft? Was sind landestypische Gerichte? Über happcow.net findest Du eine Vielzahl an Möglichkeiten.
Wenn Du in anderen Ländern Restaurants besuchen möchtest und selbst nicht die Landessprache beherrschst, empfiehlt es sich, den Vegan Passport der Vegan Society dabeizuhaben. In dem kleinen Booklet wird auf 73 Sprachen erklärt, was VeganerInnen essen bzw. nicht essen.

Hilfreiche Links im www
happycow | Portal mit vegan(freundlichen) Restauranttipps weltweit
veggie-hotels | Vegetarische und vegane Hotels und Unterkünfte
Unterkunftsübersichtsseite des Vebu
Vegan Couchsurfing Facebookgruppe
Vebu Restaurantführer mit dazugehöriger neuer App für’s Smartphone

Tipp: Wenn Du in einer bestimmten Stadt unterwegs bist, google doch den „Namen der Stadt+vegan“. Möglicherweise findest Du dazu dann entsprechende Beiträge in Foren mit Tipps und Tricks. Außerdem finden sich bei Facebook eine Vielzahl an veganen Städtegruppen, deren Mitglieder Dir sicherlich die ein oder andere Empfehlung geben können.

Gewinnspiel
Passend zum Thema unterwegs verlose ich folgende Pakete:

  1. Buch Vegan zu Hause und unterwegs (Christian Verlag) + ein Mix aus verschiedenen Snackriegeln (Mr. Tom, Lubs, Raw Bite)
  2. Buch Vegan unterwegs (Pala Verlag) + ein Mix aus verschiedenen Snackriegeln (Mr. Tom, Lubs, Raw Bite)
  3. Buch Vegan unterwegs (Pala Verlag) + ein Mix aus verschiedenen Snackriegeln (Mr. Tom, Lubs, Raw Bite)
  4. BlenderBottle + ein Mix aus verschiedenen Snackriegeln (Mr. Tom, Lubs, Raw Bite)

Gewinnspiel lovingvegan

1000 Dank an die genannten Unternehmen und den Onlineshop organicfoodbar für die Unterstützung!

Um an der Verlosung teilzunehmen, schreib mir bitte bis zum 1. August um 23:59 Uhr eine E-Mail an lovingvegan@hotmail.de und beantworte mir folgende Frage:

Was ist Dein verrücktestes Erlebnis, das Du unterwegs erlebt hast? (Es muss nicht unbedingt etwas mit vegan zu tun haben.)

Die GewinnerInnen werden via random.org ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Personen unter 18 Jahren benötigen eine Einverständniserklärung ihrer Erziehungsberechtigten.

Über Feedback und Ergänzungen zum Thema „vegan unterwegs“ in den Kommentaren würde ich mich sehr freuen!

Umzug nach Berlin

Juchuu, ich wohne endlich in Berlin. Der Umzug war mega anstrengend, aber jetzt ist es geschafft, mein Zimmer eingeräumt, die leeren Kartons im Keller verstaut, die erste Erkundungstour in der Nachbarstadt unternommen, Kühlschrank gefüllt etc 🙂
Es fühlt sich gut an!
Gestern habe ich mich über facebook gleich mit einer Veganerin, die auch gerade erst nach Berlin gezogen ist, verabredet. Wir waren im Vego essen, anschließend noch ein Bierchen in einer nahegelegenen Bar trinken und sind einfach noch so durch die Straßen spaziert.
Ich hatte im Vego die Rucula Pizza und sie war einfach traumhaft. Toller, knuspriger Teig mit großen Luftblasen wie beim Italiener, Tomatensauce mit Wilhelmsburger und oben wie es sich für eine Pizza mit dem Namen gehört: ganz viel frischer Rucula ❤ Eine der besten Pizzen, die ich je hatte! Ich werde sicherlich öfter wiederkommen, denn es gibt auch noch andere tolle Pizzasorten oder Burger oder kleine Snacks. Die Preise sind wie ich finde sehr moderat. Genau das richtige fürs Studentenbudget. (Meine Pizza z.B. 6,40€, 0,5l Club Mate 1,90€).
Beim Spazieren durch die Straßen haben wir so viele tolle Bars, Cafés und Läden gesehen, die ich am liebsten alle „austesten“ möchte. In meiner Firefox Lesezeichenliste „stapeln“ sich zudem zig weitere Örtlichkeiten und Lokalitäten, die ausprobiert werden müssen.
Ich freue mich auf mein Leben in Berlin und die Möglichkeiten, die es hier gibt.
Sporttechnisch kann ich hier auch wieder so richtig durchstarten. Ich war schon zweimal laufen, einfach so der Nase nach, mal hier mal dort abbiegen, so lernt man die Umgebung am besten kennen 🙂 Außerdem habe ich viel zu lange Yoga vernachlässigt. Die Yogakurse in Bayreuth haben mir sehr gut getan und deshalb möchte ich nach einer längeren Pause hier jetzt wieder regelmäßig Yoga machen. Testen werde ich auf jeden Fall das Jivamukti Yogastudio und auf Bikram Yoga bei 38°C und hoher Luftfeuchtigkeit bin ich auch schon sehr gespannt. Jivamukti Yoga ist eine von Sharon Gannon mitentwickelte Yogamethode.
Von ihr habe ich vor gut 1,5 Jahren als ich in Hamburg mit Yoga angefangen habe das Buch „Yoga and Vegetarianism“ gelesen, was ich sehr empfehlen kann.