Vegane Menüs – Gäste einladen, bewirten, verwöhnen | Buchvorstellung

Im November bin ich umgezogen (das dritte Mal innerhalb von ein bisschen mehr als einem Jahr). Was ich schon länger plane, aber nun in der neuen Wohnung dann endlich einmal umsetzen werde, ist ein mehrgängiges Dinner für FreundInnen zu geben. Wie gerufen kam da das neu im Pala-Verlag erschienene Buch »Vegane Menüs – Gäste einladen, bewirten, verwöhnen«.

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Im ersten Kapitel »Hereinspaziert« wird die/der LeserIn zunächst einmal willkommen geheißen und in das Konzept des Buches eingeführt. »Alle Menüs werden von einem selbstgemachten Getränk begleitet. […] Am Anfang stehen immer besondere Vorspeisen, oft eine Suppe, manchmal aber auch Antipasti, gefüllte Blüten, gegarte Artischocken oder feine Rohkost. Beim Hauptgericht darf dann richtig geschwelgt werde. Ergänzt wird es in den meisten Fällen durch einen erfrischenden Salat. Die süße Note zum Schluss bildet bei allen Menüs den Schlussakkord.« Im sich anschließenden Teil geht es zu den Rezepten. Die Autorin Irmela Erckenbrecht stellt elf verschiedene Menüs vor, die auf Jahreszeit und Feierlichkeiten abgestimmt sind. Jedes Menü wird zunächst einmal als solches vorgestellt. Hier beschriebt die Autorin, warum sie welche Elemente ausgewählt hat und macht mir als Leserin dabei wahrlich Lust meine FreundInnen zu bekochen.

Der erste Teil der Menübeschreibung widmet sich der Einladung und Tischdekoration. Hier werden zum Menü stimmige, kreative Ideen vorgestellt, die Zutaten aus dem Menü aufgreifen oder auf die Jahreszeit abgestimmt sind. Anschließend werden die Rezepte für das jeweilige Menü in chronologischer Reihenfolge vorgestellt. Immer wieder werden auch besondere Tipps oder Variationen genannt.

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Im sich anschließenden Teil gibt die Autorin der/dem LeserIn einen Zeitplan für die Zubereitung an die Hand. Hier sind die kompletten Vorbereitungen aufgeschlüsselt in jede noch so kleine Einheit, z.B. die Schritte, die am Vortag zu erledigen sind, am Tag des Menüs, vier Stunden vor Beginn, zwei Stunden vor Beginn, eine Stunde vor Beginn und kurz bevor die Gäste kommen. Der Zeitplan kann einfach kopiert werden und dann können die Kästchen vor jedem einzelnen Schritt einfach abgehakt werden, wenn dieser erledigt ist. Das finde ich sehr hilfreich. Auch gibt es eine komplette Auflistung aller benötigter Utensilien, Materialien für die Deko und Einladungen sowie eine Einkaufsliste für Lebensmittel, die einige Tage davor besorgt werden können und Lebensmittel, die frisch (1-2 Tage zuvor) eingekauft werden müssen.

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Fazit
Insgesamt finde ich das Buch sehr gelungen. Ich freue mich richtig bald loszulegen. Wer auf Food Photography steht, für den ist das Buch nichts, denn wie auch die anderen veganen Kochbücher aus dem Pala-Verlag gibt es auch in diesem Buch keine Fotos, sondern nur ganz vereinzelt ein paar Zeichnungen. Gerade bei opulenten (Festtags)Menüs würden sich Fotos natürlich anbieten und teilweise wurde meine Vorstellungskraft ganz schön herausgefordert, aber das kenne ich ja auch von den anderen Pala-Büchern. Bei den Rezepten wurde ich aber noch nie enttäuscht bisher.

Da ich ein Fan von to-do Listen bin, finde ich die Zeitpläne für die Zubereitung besonders gelungen. Hier wurde wirklich mitgedacht.

Insgesamt finde ich auch die Menüzusammenstellung sehr gelungen. Ich habe schon beim Lesen einige Lieblingsrezepte ausmachen können, die ich sicherlich auch mal so in meinen Kochalltag als einzelnes Gericht integrieren werde.

Ich persönlich halte nicht viel von Valentinstag, aber das ist wohl Geschmackssache. Deswegen bewerte ich das Vorkommen eines Valentinsmenüs auch nicht per se als negativ, aber mir wird hier doch zu sehr mit vermeintlichen romantischen Klischees gespielt und von Heteronormativität ausgegangen. (»Männer wiederum können mit einer solchen Deko bei Frauen erheblich punkten!«) Das ganze wird allerdings am Schluss des Teils zur Tischdeko wieder etwas abgeschwächt, indem eingewandt wird, dass die eingeladene Person für dieses Menü gar nicht die oder der Liebste sein muss, sondern das Menü auch eine Freundin, Bruder oder Nachbarin sein kann und natürlich auch zu anderen Tagen wie Geburtstag oder Muttertag oder einfach nur so als Aufmerksamkeit zwischendrin serviert werden kann.

»Vegane Menüs – Gäste einladen, bewirten, verwöhnen« kostet 14 Euro.

Das Buch wurde mit kosten- und bedingungslos vom Pala-Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

4 Gedanken zu „Vegane Menüs – Gäste einladen, bewirten, verwöhnen | Buchvorstellung

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