Verrückte Erlebnisse unterwegs | Part 2

Hier kommt der zweite Teil eurer verrücktesten Erlebnisse unterwegs:

Mein verrücktestes Erlebnis unterwegs hat nichts mit meinem veganen Dasein zu tun (da klappt immer alles ganz reibungslos). 2011 war ich mit meinem Freund für ein paar Wochen auf Bali. Dort hatten wir das Glück, zwei einheimische junge Männern kennenzulernen, die unglaublich nett zu uns waren.
Sie haben an einem Tag einen Ausflug mit uns gemacht, den ich nie vergessen werde: jeder hatte ein Motorrad, mein Freund und ich saßen dann bei Bema und Dodo, so hießen sie, hinten drauf. Dann gings ab – wer schon mal in Asien war, weiß, dass Verkehrsregeln da nichts gelten. Ab durch die Mitte, in irrer Geschwindigkeit! Ich fands super, mein Freund war etwas grün im Gesicht hinterher😉
Jedenfalls haben die beiden uns „ihr“ Bali gezeigt. Ihre Lieblingstempel, wir waren Affen füttern, waren an einem Wasserfall, sind essen gegangen und waren dann bei ihren Familien.
Bemas Neffe ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: er war damals 3 Monate alt und ein richtig dicker Klops. Dazu muss man sagen, dass auch Bema nicht die Statur des „gemeinen Balinesen“ hatte: er war bestimmt 1,85m und richtig breit. Normalerweise sind Balinesen eher zierlich. Sein Neffe hatte also auch schon die besten Voraussetzungen, ein breiter Mann zu werden. Und woran lag das? An Bananen! Bema und sein Neffe wurden einfach als richtig kleine Babys (3 Monate!) mit haufenweise Bananen gefüttert. Das hat sie groß und stark gemacht. Witzig oder? Ich konnte es kaum glauben, vor allem, wenn man sich vorstellt, was hier z.T. für ein Drama um Babyernährung gemacht wird. Menschen sind nicht so zerbrechlich, wie man immer meint…
Als wir uns von Bemas Familie verabschieden wollten, ist Bemas Vater kurz verschwunden und kam dann mit einem riesigen Thunfisch zurück, den er uns geschenkt hat (damals war ich noch Omni). Wir haben den Fisch dann mitgenommen und sind wieder in einem Heidentempo quer durch Bali zum Hotel gefahren. Bema und Dodo haben den Fisch dann zubereitet und uns in ihre Hütte eingeladen. Achtung, unvegane Aussage: das war der leckerste und frischeste Fisch, den ich je gegessen habe!
Wir waren dann aber so erledigt von dem Tag, dass wir wie Steine ins Bett gefallen sind.
Es war großartig und verrückt und ich denke total gerne daran zurück.

Das Verrückteste, was ich unterwegs erlebt habe, fand vor etwa einer Woche statt. Ich war mit meinem Verlobten in einem riesigen Einkaufszentrum und es war unglaublich warm. Da wir nur auf der Durchreise dort waren und ich nicht auf die Hitze vorbereitet war, hatte ich komplett lange Kleidung und geschlossene Schuhe an, war also völlig unpassend gekleidet. Nach zwei Stunden hatte ich genug und beschloss mir passendere Kleidung zu kaufen. Schuhe fand ich natürlich keine, weswegen ich meine Schuhe in ein Schließfach einschloss und ohne weiterlief. So war die Hitze schon wesentlich besser auszuhalten.
Als ich gerade vor einem Schaufester stand, kam ein kleines Mädchen auf mich zugelaufen und sah mich mit großen traurigen Augen an. Sie fragte mich höflich (und merkbar besorgt), warum ich denn keine Schuhe anhätte. Ich erklärte ihr, dass mir in meinen Schuhen zu warm war und ich sie ausgezogen hatte, weil mir meine Füße wehtaten, normalerweise würde ich aber Schuhe tragen. Sie wirkte sofort erleichtert und sagte: „Achso, dann ist ja gut. Weil, wenn jemand keine Schuhe anhat, weiß man ja nicht, ob es ihm vielleicht nicht so gut geht. Es hätte ja sein können, dass Sie nicht so viel Geld haben. Dann müsste man ja helfen.“ Berührt von ihrer Hilfsbereitschaft bedankte ich mich bei ihr und sie lief wieder weg.

Mein verrücktestes Erlebnis unterwegs war ein schweres Gewitter während wir am Strand von Norderney gezeltet haben. Es hörte sich an als würde das Meer gleich unser Zelt umspülen und das Gewitter und der Sturm haben mir dezent Angst gemacht,obwohl ich es sonst sehr mag, wenn Naturgewalten rumwettern. Aber das war dann doch etwas zu viel des Guten.*grusel*

Ein sehr verrücktes Erlebnis hatte ich Bournmouth an der englischen Südküste. Dort hab ich in einem kleinem Stadtpark, wo sehr viele graue Eichhörnchen leben, die schon an sich nicht grade scheu sind, plötzlich am Wegrand ein Eichhörnchen entdeckt, welches einen klassischen Cookie in den Händen hielt und einmal kräftig reinbiss. Das war auf jeden Fall ein Foto und einen großen Lacher wert.

Das wohl Verrückteste, das mir bisher unterwegs passiert ist, geschah während eines Urlaubes in England. Da wollten wir einfach ein wenig durch die Gegend wandern, nutzen nichts ahnend die ausgeschilderte Route und fanden uns plötzlich einer Kuhherde gegenüber. Tja, die Engländern finden halt nichts dabei, ihre Wanderwege über Koppeln zu führen. Später galoppierten uns auch noch zwei Pferde entgegen, aber beide Male waren sie dann doch zu bremsen.

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