Entrümpeln deluxe

Aufgrund meines bevorstehenden Umzugs bin ich gerade ordentlich am Ausmisten. Unglaublich wie viel sich ansammelt. Ich wäre echt gern minimalistischer, merke aber schon, dass ich mich deutlich besser von Sachen trennen kann als früher, da hätte ich viele Dinge, die ich jetzt aussortiert habe, nicht weggegeben. Allem voran: Bücher. Ich liebe volle Bücherregale und finde es an sich toll, die gelesenen Bücher zu besitzen, aber erstens bin ich nicht der Typ dafür Bücher mehrmals zu lesen, sondern habe sie zu Sammelzwecken im Regal und zweitens graut es mir vor jedem Umzug so viele Sachen schleppen zu müssen. Also habe ich kurzen Prozess gemacht mit meinen Büchern. Rigoros aussortiert wurden die Bücher, an denen mein Herz nicht hängt. Und das waren viele, so stellte sich raus. Folgende Möglichkeiten nutze ich, um meine Bücher „loszuwerden“:
1. Gratis Büchervitrine vor dem Rathaus meiner Stadt (hier kann jeder beliebig viele Bücher reinstellen und rausnehmen)
2. Kleiderkreisel Facebookgruppe meiner Stadt (super praktisch, so spart man sich den Weg  zur Post, die andere Person spart Porto. Habe mich immer mit den Leuten an einem Treffpunkt in der Uni verabredet)
3. Freunde/Mitbewohner
4. momox.de (lohnt sich nur bei mehreren Büchern, habe nur die Bücher eingeschickt, die mindestens 1€ eingebracht haben; teilweise werden bestimmte Bücher gar nicht angenommen oder man bekommt nur ein paar Cent; ich habe für 6 Bücher knapp 25€ bekommen)
5. Kaufhaus für bedürftige Menschen (hier habe ich den Rest meiner Bücher gespendet)

Auch bei Kleidung bin ich für meine Verhältnisse rigoros vorgegangen. Kennt ihr das? Bei manchen Sachen denkt man „ach, das sieh ich bestimmt noch mal später an“ oder „ach das kann ich doch noch zum Sport/zum Schlafen/auf einem Festival/bei der Gartenarbeit/beim Streichen etc. anziehen…“ NEIN. Das tut man einfach nicht. Manche Sachen habe ich schon jahrelang nicht angezogen und nie ergab sich eine Gelegenheit dazu oder man hatte einfach tausend andere Sachen stattdessen.
Seit ich vegan lebe bin ich auch viel bewusster beim Klamottenlauf geworden. Möglichst bio und fairtrade und insgesamt kaufe ich deutlich weniger. Innerhalb des letzten Jahres eine Handvoll Kleidungsstücke. Trotz meiner Riesenauswahl von früher merke ich, dass ich insgesamt doch immer nur zu meinen Lieblingsstücken greife.
Also alles weg, was nicht mehr passt und was ich schon lange nicht mehr angehabt habe!
Dafür nutze ich:
1. Kleiderkreisel Facebookgruppe meiner Stadt
2. Kleidercontainer von Kolping
3. Freunde/Mitbewohner
4. Kleidertauschparty
5. Kaufhaus für bedürftige Menschen

In besagtem Kaufhaus habe ich dann selber noch schnell einen Rundgang gemacht und folgende Sachen mitgenommen:
#Kastenform
#Yoga für Katzen Buch
#kleine Metalldose (werde ich für Gewürze verwenden)
#emsa Trinkflasche (komplett neu, brauche eigentlich nur den Sportverschluss für meine andere emsa Trinkflasche)
->zusammen für 4,30€🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

Fällt es euch auch so schwer zu entrümpeln? Wie geht ihr vor? Welche Aussortiermöglichkeiten nutzt ihr?

7 Gedanken zu „Entrümpeln deluxe

  1. Vielen Dank für den Denkanstoß, Lena! Bücher bringen wir auch häufig in einen dieser Bücherschränke, und Kleidung kommt in die Altkleidersammlung. Küchengeräte und andere Dinge werden gerne verschenkt, häufig durch einen Facebook-Aufruf im Freundeskreis. Auf die Idee, dass es Kaufhäuser gibt, die genau solche Dinge an Bedürftige verkaufen bin ich noch gar nicht gekommen. Aber ich hab mir gleich mal was ähnliches in Frankfurt rausgesucht.
    Viele Grüße, Katrin

  2. Ich hab ein gradioses System, ich nehm blaue Säcke und stopf alles rein, was ich das letzte halbe Jahr nicht in der Hand hatte, was noch jdn brauchen kann, geb ich weg, der Rest geht in den Müll😀

    • Das ist ein gutes System. Ich habe aber leider auch definitiv Sachen, die ich nochmal anziehen werde, die ich aber weder im letzten halben Jahr anhatte, noch innerhalb des nächsten halben Jahres tragen werden, nämlich einiges an Businesskleidung (Blusen, Stoffhosen), was ich mir für ein Praktikum letztes Jahr gekauft habe. Die Sachen sind ja zum Glück auch recht zeitlos, sodass ich sie erstmal in eine Kiste packe und leider dann immer mitschleppen muss…

  3. Ich LIEBE entrümpeln. Leider drücke ich mich auch immer davor, weil ich denke: Was, wenn ich genau DAS TEIL dann brauche? Aber wenn man sich überwunden hat und mal richtig Platz geschaffen hat – damit sogar noch Geld verdient oder Bedürftigen hilft – dann tut es sooo gut.
    Ich habe vor, nach dem Unistress und meinem Urlaub Ende September auch mal richtig zu entrümpeln. Wenn ich es doch nur auch hinbekommen würde, mir unnötiges einfach gar nicht erst zu kaufen, ich wäre Millionärin😉

  4. Ja das ist natürlich doof, wenn man dann genau das weg wirft was man später doch noch braucht und das behält was man hinterher letztlich nicht benützt. Aber man merkt es ja erst hinterher – dem Problem ist man also hoffnungslos ausgeliefert (schreckliche Vorstellung!).

    Ich frage mich gerade ob zu viel Auswahl an Kleidung auch unglücklich macht – so wie zu viel Auswahl von z. B. einer einzigen Sache im Supermarkt es angeblich tun würde. Vermutlich gibt’s da tendenziell starke Unterschiede zwischen Frauen und Männern…😀

    • Bisher habe ich ja nichts weggeworfen/aussortiert, was ich später bereut hätte, im Gegenteil🙂 Ich weiß ja nur, dass ich manche Sachen noch später wieder brauchen werde (wie die Businesskleidung), da nervt es mich eher, dass ich es noch weiter mitschleppen muss…
      Ob zu viel Kleidung unglücklich macht, vermag ich nicht zu beurteilen. Unglücklich bin ich zumindest nicht, würde mir aber definitiv wünschen minimalistischer zu sein. Eine Entwicklung hin zu einer minimalistischEREN Lebensweise habe ich aber schon bei mir festgestellt…Ich bewundere Menschen, die das konsequent leben können.
      Eine Menge Schnickschnack, den ich mir früher gekauft habe, kaufe ich heute nicht mehr, aber ohne einige Sachen geht es bei mir einfach nicht…

  5. Pingback: Vegan Streetstyle | lovingvegan

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